Folge 10: #Werbung?

 

Wenn deine Reichweite groß genug ist, bieten dir Firmen an, dass du für ihre Produkte wirbst. Es ist schmeichelhaft, dass ein Unternehmen mit dir zusammenarbeiten will. Aber: Wie läuft so eine Kooperation überhaupt ab? Was gibt es zu beachten? Würdest du das Produkt auch Freund:innen empfehlen? Diese Fragen klärst du am besten im Vorfeld. Denn Kooperationsanfragen bringen zum Teil auch anstrengende Verpflichtungen mit sich.

1) Thema/ Hauptbotschaft:

Die Professionalisierung deines Accounts kann anstrengende Verpflichtungen mit sich bringen: Vertragliche Verpflichtungen (z. B. was und wie du postest, wie oft) und rechtliche Verpflichtung der Werbekennzeichnung (es gibt klare Regeln dafür, wie du Werbeposts erkenntlich machen musst). Auch ein eigenes Einkommen bringt so einige Aufgaben mit sich (Abstimmung mit den Eltern zum Einkommen, z. B. auch was das Thema Steuern angeht). Und: Werbung bedeutet Verantwortung gegenüber deinen Follower:innen: Welche Botschaft sendest du?

2) Beispiele:

Du hast am Samstagnachmittag keine Lust etwas zu posten, bist aber vertraglich verpflichtet, eine Story auf Insta zu teilen. Die Creme, für die du laut Vertrag werben sollst, findest du gar nicht so cool, musst aber möglichst überzeugend dafür einstehen. Außerdem darfst du nicht vergessen, in deinem Post darauf zu verweisen, dass du gerade Werbung betreibst, denn sonst kann das rechtliche Folgen für dich haben.

3) Konsequenzen/ Risiken:

• Fremdbestimmung

• Verlust der Glaubwürdigkeit

• Verpflichtungen durch Verträge

• Dauerhafte Absprache mit Erziehungsberechtigten

• Einarbeitung in Themen wie Geld verdienen als Schüler:in und Steuern.

• Bei der Ausübung einer Nebentätigkeit ist (gesetzlich) stets zu gewährleisten, dass deine Entwicklung nicht geschädigt wird, deine schulischen Leistungen nicht darunter leiden und dass deine Eltern mit deiner Tätigkeit einverstanden sind.

4) Mehrwert/ Lösungen/ Hilfestellung:

• Frag dich einmal ganz ehrlich: Wie viel Spaß macht Social Media dir, wenn andere vorgeben, was du postest?

• Rede mit deinen Eltern, denn sie sind verantwortlich, wenn du anfängst mit Social Media Geld zu verdienen.

• Mache dich mit Werbekennzeichnung vertraut z. B. über unsere Blogbeitrag zum Thema

• Überlege gut, ob und mit wem du wie oft zusammenarbeitest. Stehst du auch in einigen Jahren noch hinter den Produkten? Entsprechen sie deinem üblichen Content und entspricht die Marke deinen eigenen Werten und Überzeugungen? Dich auf Werbepartnerschaften einzulassen bedeutet auch, dass andere über deine Inhalte mitbestimmen, du also nicht mehr ganz frei bist.

 

Die komplette Handreichung zur Folge kannst du hier als PDF herunterladen:

Noch mehr Tipps und weiterführende Angebote findest du hier: