Folge 8: „Schönheitsfilter” können unschöne Gefühle auslösen
Pickel weg, Nase schmaler, Zähne weißer – mit sogenannten Schönheitsfiltern kannst du dein Aussehen so stark verändern, dass du am Ende gar nicht mehr wie du selbst aussiehst. Bevor du die Filter nutzt, mach dir deshalb bewusst: Die Filter vermitteln unrealistische Schönheitsideale und vertuschen deine Einzigartigkeit.
Hinweis zum Download: Lade das Video herunter, indem Du mit der rechten Maustaste auf den Download-Button klickst und im Kontextmenü Link speichern unter … wählst.
1) Thema/ Hauptbotschaft:
Auf Social Media herrschen zum Teil unrealistische Schönheitsideale – das kann bei dir und anderen unschöne Gefühle auslösen.
2) Beispiele:
Es gibt junge Nutzer:innen, die sich nicht mehr gerne im Spiegel anschauen, weil sie ihr Gesicht ohne Schönheitsfilter nicht mehr sehen möchten. Einige lassen sich sogar operieren, um im echten Leben so auszusehen wie auf gefilterten Fotos. Aufgrund der negativen Auswirkungen von Schönheitsfiltern auf das Selbstbild und die Psyche müssen z.B. Influencer:innen in Norwegen seit 2022 mit Filtern retuschierte Werbeposts kennzeichnen. Das zeigt auch, dass viele Influencer:innen diese Filter nutzen, in Realität aber ganz anders aussehen als sie sich online präsentieren.
3) Konsequenzen/Risiken:
• Verlust von Selbstwertgefühl: Du fühlst dich im echten Leben nicht mehr so wohl wie vorher und hättest am liebsten auch dort einen Filter über deinem Gesicht.
• Du verlierst den Bezug zu deinem natürlichen Aussehen. Fotos von dir schaust du nur noch gerne mit Filter an.
• Vorbildfunktion: Jüngere fühlen sich ebenfalls unter Druck gesetzt, wenn sie die gefilterten Fotos sehen.
4) Mehrwert/ Lösungen/ Hilfestellungen:
• Natürlich ist es deine Entscheidung, ob du Filter benutzt oder nicht. Nicht alle Filter verändern dein Aussehen, einige verbessern z. B. Belichtung oder Farbgebung. Du kannst also abwägen, welche Filter du nutzen möchtest, um deine Fotos und Videos zu bearbeiten, und ob du dabei wirklich dein Aussehen abändern möchtest.
• Gut zu wissen: Bei TikTok-Beiträgen und Insta-Stories, die du über die App aufgenommen hast, wird deinen Follower:innen angezeigt, welcher Filter verwendet wurde. Bedenke: Du bewegst dich ohne diese Filter durch die analoge Welt. Ist es für Follower:innen, die dich persönlich kennen, nicht komisch, wenn du online plötzlich anders aussiehst als im echten Leben?
• Es gibt viele Influencer:innen, die sich bewusst dafür entscheiden, gar keine Filter zu nutzen. Vielleicht gefällt dir deren Content ja und du hast Lust, ihnen zu folgen und dich davon inspirieren zu lassen. Unter den Hashtags #nofilter und #naturalbeauty findest du Beispiele.
• Folge nur den Personen, die dir ein gutes Gefühl geben. Wenn z. B. ein:e Influencer:in dauernd Filter nutzt und du merkst, dass dir das nicht guttut, ist es dein gutes Recht, auf „Entfolgen“ zu klicken. Das gilt auch, wenn du das Gefühl hast, dass jemand nur keinen Filter nutzt, um beispielsweise zu zeigen, wie wenige Pickel er/sie hat.
5) Unterrichtseinsatz:
Die Videofolge eignet sich z. B. als Einstieg in die Unterrichtsstunde 8 „Digitaler Stress und die Kraft der Gedanken“. Die Schüler:innen setzen sich mit verschiedenen digitalen Stressoren auseinander, reflektieren deren Einfluss auf ihre Gedanken und Gefühle und beschäftigen sich mit belastenden und stärkenden Sichtweisen.
Quelle, frei downloadbar:
Bildungsprogramm „Resilienz stärken! Junge Menschen in digitalen Konsumrollen: Chancen fördern und Risiken reduzieren (JuMeNDiKo). Unterrichtsentwürfe und Arbeitshilfen für die weiterführende Schule“ von Media Smart e. V.
Die komplette Handreichung zur Folge kannst du hier als PDF herunterladen:
Noch mehr Tipps und weiterführende Angebote findest du hier: